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... eine ganz andere musikalische Richtung schlägt Michael Hornstein auf seiner CD "Westend" ein: Zwischen Ambient und Jazzangesiedelt, ist ein klanglich dichtes, hinreißend melodisches Album zum perfekten Chill-Out entstanden. Das Altsax entwickelt vor dem Hintergrund von Bockius' Bassspiel und elektronischer Samples geradezu hypnotische Klänge. In die Kompositionen sind Hornsteins vielseitige musikalische Erfahrungen eingeflossen: Blues und Cool-Jazz, Ausflüge in die Welten von Trip-Hop und Drum And Bass. Im Auftrag des Goethe-Instituts war Hornstein unter anderem in Südeuropa, Georgien und Mexiko unterwegs - auf "Westend" sind am klarsten die Eindrücke seiner Professur in Bogota zu hören: In Titeln wie "Calle 19" und "Futuro Pasado" interpretiert er traditionelle lateinamerikanische Rhythmen neu. Die Samples reichen von Percussion und E-Piano-Klängen, über Motor- und
Straßengeräuschen bis zu rhythmischen Blubbern und langgezogenen Tönen, die an Walgesänge erinnern. Doch die Elektronik wirkt nie effekthascherisch,
bewusst sparsam eingesetzt steht sie stets im Dienste einer herausragendem Musikalität. ARMIN GREUNE SZ/22/4/2006
... schon im dritten Jahr ist Michael Hornsteins Projekt Jazz Orange in der Münchner Musikbar Kilombo zu hören. Im Club spielen – das hält der 41-jährige Altsaxophonist für unverzichtbar. „Das Live-Spielen muss Zukunft haben“, sagt er. „Die Clubs waren immer das Experimentallabor für Musiker, auch im Pop. Warum waren James Brown und die Beatles so überragend? Sie sind jahrelang durch die Clubs getingelt.“ Mit Jazz Orange gelingt es Hornstein, dem Jazz-Ghetto zu entkommen – dorthin, „wo das Leben ist“. Sein Erfolgsrezept heißt Live-Spielen plus Elektronik. Die Inspirationen für Jazz Orange holte er sich von LTJ Bukem, Courtney Pine, Branford Marsalis, Joo Kraus und von Miles’ später Platte „Doo-Bop“. Benedikt Hoenes (elektronische Drums und Samples) ist Hornsteins wichtigster Partner in der Formation: Gemeinsam entwickeln sie die Sounds und Grooves, zu denen Hornstein kühl improvisiert. Dieser Elektronik-Jazz-Mix hält das junge Publikum bei der Stange – und bringt den Jazzmusiker in die Bar zurück, das „klassische Biotop des Jazz“... (Jazzzeitung, 7/2004)
Michael Hornstein, geboren 1962, begann im Alter von 10 Jahren das Klavierspielen, mit 14 wechselte er zum Altsaxophon. Anfangs als Autodidakt unter dem Einfluss von Charlie Parker, studierte er später Musik an der Grazer Musikhochschule. 1983 bekam Hornstein ein Stipendium und ging nach Berklee/USA. In Hornsteins Musik spiegelt sich Jazz in einer gekonnten Verbindung zwischen Drum & Bass, Trip Hop, Filmmusik, Latinmusic und elektronischer Musik. Er arbeitete mit Sunny Murray, Al Porcino, Albert Mangelsdorf, Udo Lindenberg, Hector Martignon, Blank & Jones, Bob Dorough, Billy Hart, Fred Braceful, Gary Peacock, Joe Madrid u.v.a.
In seinen Aufnahmen finden sich sowohl klassischer Jazz, drum and bass, trip hop,
electronische Musik als auch eine Reihe von Auftragskompositionen für Stummfilme, Kurzfilme, und Kunstvideos. Er nahm weltweit an Konzerten und Festivals (u.a. in Zusammenarbeit mit Goethe – Instituten) teil: Bosnien, Serbien, Georgien, Spanien, Mexico, Kuba, USA, Kolumbien, Griechenland, Italien. Längere Auslandsaufenthalte in New York, Sevilla und Bogotá. Er arbeitete als Professor für Jazzsaxophon und Komposition an der Universität Javeriana in Kolumbien. Seit 2004 arbeitet er auch als Produzent für internationale Folklore, Schwerpunkt Lateinamerika, u.a. in Kolumbien, Guatemala, Panama, Venezuela, Costa Rica.
Ausgewählte CD’s: "Langsames Blau" (Enja, 1993), "Dry Red"
(Edition Collage, 1994), "Innocent Green" (Enja, 1996) "Asphalt" (1999),
"Jazz On Mars" (2001), "Danza Mestiza" (Milenium, Kolumbien, 2003),
"Draught", (Leo records, London, 2005) and "Westend" (CSM, Österreich, 2006). “Let It Go”, (Spice Records, 2006)
Benedikt Hoenes
Musiker, Komponist Tonmeister, Produzent
Am 3.12.1960 in Starnberg geboren und in einer Großfamilie aufgewachsen.
1969-75 Cello- und Schlagzeugunterricht.
1979, Abitur, Jobs als Roadie und Livemischer, dann Schlagzeuger und Songschreiber im Rocktrio Besser.
1982 Besuch der Jazzschule München und Gaststudent an der MHS Köln, erste Veröffentlichungen auf Vinyl.
Seit 1978 Zusammenarbeit mit Michael Hornstein u.a.: Bei der Rockband Besser, diversen Ko-Kompositionen ( u.a. Stummfilmvertonungen für ARTE), Kunstvideos (Prinzessin der Zweiten Hand, Berlinale 1992), Livestummfilmvertonungen (Isarflimmern), zahlreiche Studioproduktionen, seit 2000 circa 50 Konzerte mit live electronics sowohl bei Jazz Orange als auch Westend, beides mit Michael Hornstein, Peter Bockius, Christian Lachotta, Mister MC, Fred Braceful, Joe Bonner u.v.a., Rundfunkmitschnitte u.a. BR und ORF
Kompositionen, Auswahl:
CD`s "A Journey to Shaolin"(KOMA Records), Discopatrol (u.a. Compost records), Jazz Orange Live (Pfalzgalerie)
Hörspiel "Das Gespenst von Canterville“ (Oscar Wilde / Bayerischer Rundfunk, Der Hörverlag)
Live: Besser, “Discopatrol“ (Babylon / Izhevsk, Russland; Tollwood, Jazz Orange, Westend.
Peter Bockius, Bassist, geboren 1941, professioneller Jazzmusiker seit 1975. Zusammenarbeit mit Archie Shepp, Ernie Wilkins, Kai Winding, Kenny Wheeler, Bob Degen, Billy Brocks, Alvin Queen, Charlie Mariano, Harry Edison, Horace Parlan, Jonnny Griffin und Benny Golson u.v.a. 
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