J.I.M.
Jazzfest 2019
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Sowohl für Kompositionen als auch für eine bestimmte Auffassung von Improvisation gilt: Der Einfall ist als selbstbewusster Cousin des Fehlers – wie jener – ein Feind bestehender Ordnung...

Darauf zu verweisen, dass bestehende Ordnungen in bestimmten Kontexten geradezu danach drängen, solche "Feinde" zu aktivieren, sei nur am Rande erwähnt.

In vielen meiner Stücke geht es um Infiltration. Ich gehe meistens von Ordnungsvorstellungen (z.B. Form, Tonalität, bestimmte rhythmische Konzepte, Genre/Style etc.) aus, die ich dann verändere oder kontrastiere – manchmal (!) bis zur Unkenntlichkeit des ursprünglichen Materials. Das lässt sich an einer Reihe von Stücken (z.B. auf der neuen Produktion "Colors Of Sameness" aber auch bei denen, die ich auf dem Jazzfest zu spielen gedenke) zu Gehör bringen. Diese "Methode" simuliert die Interaktion von (lebendigen) Systemen mit ihrer Umwelt und benutzt (wir wollen das mal nicht überstrapazieren, tatsächlich ist es aber oft so) "bio-morphe" Modelle der Integration-Assimilation.

Nochmal: Diese Technik ist genre/style-unabhängig. Die einzige Voraussetzung ist, dass "saturated zones of sameness" erzeugt werden, gegen die dann die transformierenden "Fremden" anstürmen oder anschleichen. Manchmal ducken sie sich auch. Manchmal sind sie nur pittoresker Zierrat, aber bisweilen greifen sie ein ins große Getriebe und alle Räder stehen still oder es knirscht oder es kommt zu "feinstofflichen Veränderungen" oder zu Formen des "Nebeneinanders". Verschmelzung? Ein Spezialfall! Entwicklung? Normalität!

 

Werner Klausnitzer piano + 'diskklavier'

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