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Im Spannungsfeld zwischen rationalen Regeln des Barock und der Suche nach individuellem Ausdruck, zwischen mechanistischer Konstruktion und der Einbindung des überraschenden, zufälligen Elements, zwischen Vernunft und Intuition bewegt sich das Hugo Siegmeth Ensemble musikalisch mit "Passacaglia" und nimmt den Zuhörer mit auf einen stimmungsgeladenen Grenzgang zwischen Jazz , Barock und Neuer Musik.
Als Grundlage dafür dienen zwei traditionelle Formen des Barock, die Passacaglia, und ihre nahe Verwandte, die Chaconne.
Der Begriff Passacaglia leitet sich vom Spanischen pasar una calle "eine Straße entlang gehen" ab und hat sich im Barock als Form etabliert, in der die Melodie über eine feste Basslinie variiert. Im Gegensatz zur Passacaglia, die in der Regel getragen und in der Form streng ist, ist die Chaconne (vom Baskischen chocuna "niedlich") in Tempo und Stimmung heiterer, in der Form verspielter und offenbart nicht selten "eine ganze Welt von tiefsten Gedanken und gewaltigsten Empfindungen" (Johannes Brahms).
Für das Repertoire von „Passacaglia“ hat Hugo Siegmeth, der sich mit dieser Form bereits in seiner Komposition "Treat it gentle" (erschienen auf "Red Onions", ACT 9443-2) auseinandergesetzt hat, Werke aus dem Barock u.a. von Bach, Händel, Muffat, aus der Neuen Musik, u.a. von Ligeti und Webern und einen Zyklus von eigenen Kompositionen zu dem Themenkreis zusammengestellt und bearbeitet.
Zur Seite stehen ihm erstklassige klassische- und Jazzmusiker, die sich genreübergreifend in Interpretation und Improvisation begegnen, um - wie Descartes es in seiner musikalischen Affektenlehre ausdrücken würde - in "Resonanz" und "Sympathia" mit dem Publikum zu gelangen.
Hugo Siegmeth tenorsax, sopransax, bassclarinette
Max Grosch violine
Stefan Schmid piano
Eugen Bazijan cello
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