
Wenn eine Kapelle sich Das Rote Gras nennt, dann erwartet man etwas Besonderes – und diese Erwartungshaltung wird nicht enttäuscht. Das Rote Gras hat was von lieblichen Waldgeistern, die durchs Unterholz huschen und sich manchmal auch von einem ganz simplen Walking-Bass-Rhythmus einfangen lassen („Senfblau“). Ansonsten gehen Flöte, Klarinette, Cornet, Posaune, Gitarre, Schlagzeug und Bass aber gerne ihre eigenen Wege. Da quietscht es schon mal atonal, aber so richtig anstrengend wird diese Musik nie: zu liebenswürdig und kammermusikalisch ist der Gestus dieses Oktetts. Erinnerungen werden wach an holzbläserdominierte Ensembles von Marty Ehrlich, aber auch an die verschrobene Britishness des Penguin Café Orchestra. Letztendlich verfolgt Das Rote Gras aber seine eigene Linie und wenn dabei irgendwelche Grenzen verschoben werden müssen, wird das ganz nebenbei und im Zickzack erledigt – munter und erfrischend.
Rolf Thomas, Jazz thing 06/08
Benny Schäfer Kontrabass, Jahrgang 80, aus Geretsried bei München. Studium an der Universität der Künste Berlin bei Professor Sigi Busch sowie am
Konservatorium München bei Paulo Cardoso. Langjähriges Mitglied sowohl des
Landes- als auch des des BundesJugendJazz-Orchesters. Mitarbeit unter anderem bei Los Burritos, Das Rote Gras, Zollsound 5 und Max Frankl Trio, Konzerte und Projekte mit Peter O´Mara, Larry Porter, Johannes Enders, Alex Czinke, Geoff Goodman, Dusko Goykovich und vielen anderen.
Daniel Glatzel
Komponist, Saxophonist und Klarinettist - geboren 1984, wuchs in Seoul und
München auf. Er lebt seit 4 Jahren in Berlin und gründete dort das
"Andromeda Mega Express Orchestra" - ein 20-köpfiges Kammerorchester
für das er komponiert und verantwortlich ist. Damit reist er zur Zeit durch
die Welt (Südkorea, Holland, Deutschland) und spielt z.B. beim Jazzfest Berlin.
Mathias Götz
gelernter Metallblasinstrumentenmacher, studierte von 1997 bis 2002 am
Münchner Richard-Strauss Konservatorium Jazzposaune und Komposition. Nach einem
einjährigen Aufenthalt in Wien, arbeitet er seit 2004 als freischaffender
Musiker in München und hat in zahlreichen Projekten und Big Bands seine
musikalische Handschrift hinterlassen. "Lunar oder Solar?" und
"Ein Blick ins Spinnennetz" sind zwei Veröffentlichungen unter
eigenem Namen mit der Formation "Windstärke 4". Hierbei handelt es
sich um ein Jazzseptett mit 4 Bläsern, wofür er die Stücke komponiert und
arrangiert. RoBErT GoEtZ, sein neuestes Projekt ist ein Duo zusammen mit Robert
Alonso. Mathias Götz übernimmt hier den Gesangspart, Robert Alonso die
elektronischen Effekte. Hier erschien im September 2008 die Vinylplatte
"RoBErT GoEtZ macht sich auf den Weg". Live hatte RoBErT GoEtZ sein
Debut beim DIGITALANALOG FESTIVAL 2007 im Münchner Gasteig.
Nicolas Cambon
nach seinem klassischen Trompetenstudium am Conservatoire National de Region de
Paris von 1988-1997, ist er als freischaffender Trompeter und Kornettist in
Paris taetig, u.a.
im Salonorchester "Eugenie", welches sich der Musik der "belle
epoque" insbesondere von Emil Waldteufel widmet,
in der Musiktheatergruppe "la belle écorchée vive",
mit der Formation "Bazarkitonn", einer stark von karibischer und
algerischer Musik beeinflussten Chansongruppe.
Fuer sein eigenes Ensemble "l'arbre à oreilles" und "das rote gras"
ist er auch als Komponist taetig. Seine Kompositionen sind von
klassischer Musik, insbesondere den franzoesischen Impressionisten,
afrikanischer und afrokubanischer Rhythmik und mittelalterlicher
Mehrstimmigkeit beeinflusst.
Karsten Hochapfel
geboren 1978, studierte von 2000-2005 Jazzgitarre, klassische Gitarre und
Violoncello am Muenchner Konservatorium.
Ein Stipendium fuer einen Aufenthalt der Cité des Arts brachte ihn 2006 nach Paris, wo er seitdem wohnt.
Er spielt und schreibt u.a. fuer das Rote Gras, L'Arbre à Oreilles, die Chansongruppe l'Alphabet Desiré, den brasilianischen Gitarristen und Saenger Michelangelo Pagnano und die Saengerin Myriam Bouk Moon.
Gabriel Hahn
Der 25 jährige deutsch-französische Schlagzeuger und Perkussionist
Trat bereits mit Jazzgrößen wie Peter O'Mara, Paulo Cardoso,
Dusko Goikovic, Leonid Chizic und Bands wie Blumentopf oder
Christian Prommers Drumlesson auf. Derzeit studiert er an der Hochschule für Musik
Carl Maria von Webern in Dresden Komposition und Arrangement bei
Professor Thomas Zoller.
Sylvaine Hélary
geboren in Toulouse, seit Oktober 2007 zweite Floetistin im Orchester von Oviedo in Nordspanien. Nach dem Studium in Toulouse und Paris spielte sie ein Jahr bei den Muenchner Symphonikern und anschliessend im Concert Gebow Orchester Amsterdam.
Leidenschaftlicher Jazzfan.

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